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RICHTFEST

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst
und
Hochschule für Fernsehen und Film

Freitag, 3. Juli 2009

  rtf   Pressetext zum Richtfest (17kB)
 
 

Es ist soweit: Am kommenden Freitag wird auf der Baustelle an der Gabelsbergerstraße Richtfest gefeiert für die Neubauten des Ägyptischen Museums und der Filmhochschule. Im Oktober 2004 war der vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst ausgeschriebene Wettbewerb zugunsten des Kölner Architekten Peter Böhm entschieden worden; im November 2007 fand die Grundsteinlegung statt. Dem vorausgegangen waren aufwändige Abbrucharbeiten von Institutsgebäuden der Technischen Universität.

Nun sind die reinen Bauarbeiten für das unterirdisch angelegte Museum und das dahinter aufragende Gebäude der Hochschule, das der Alten Pinakothek gegenüberliegt, abgeschlossen; in den kommenden Monaten wird der Innenausbau erfolgen. Nach dem derzeitigen Planungsstand soll die Bauübergabe im Herbst 2010 erfolgen; im darauf folgenden Frühjahr wird dann der Umzug des Museums erfolgen.

Zum ersten Mal wird das Ägyptische Museum dann unter einem Dach untergebracht sein – derzeit ist die Dauerausstellung im Hofgartentrakt der Münchner Residenz beheimatet, Verwaltung, Werkstätten und Magazin befinden sich im Haus der Kulturinstitute, Meiserstraße 10.

Damit wird es erstmals möglich sein, die Objekte von Weltrang angemessen zu präsentieren. Seit vielen Jahren leidet das Museum unter Platzmangel. Im künftigen Haus steht mit über 1800 qm mehr als dreimal soviel Fläche als bislang für die Dauerausstellung zur Verfügung, hinzu kommt ein eigener Raum für Sonderausstellungen (400 qm) – bislang mussten die eigenen Stücke ins Depot wandern. Vortragssaal, Räume für Museumspädagogik, Shop, Garderoben – alles, was heute zur Infrastruktur eines Museums gehört und derzeit schmerzlich vermisst wird, steht dann zur Verfügung.
"Kleinod unter den Münchner Museen" war schon vor Jahrzehnten ein Markenzeichen des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst. Dieses Kleinod hat sich bis heute zu einer wahren Schatzkammer entwickelt - quantitiv und qualitativ. Oft hatten diese Schätze bislang ihre größten Auftritte bei Sonderausstellungen in aller Welt. Nun erfahren sie in diesem Neubau eine Präsentation. die dem künstlerischen Rang dieser Sammlung angemessen ist. Auch die inhaltliche Breite der Sammlung ist künftig räumlich erlebbar, das geographische Ausgreifen nach Mesopotamien und in den Sudan, die zeitliche Öffnung in die Epoche des frühen Christentums.
Das Ägyptische Museum tritt mit seinem Neubau nicht nur in eine kreative Nachbarschaft zu den Pinakotheken und zur Glyptothek, sondern findet nun auch seinen Platz in der kleinen, feinen Gemeinschaft der großen Ägyptensammlungen weltweit.